Eine besondere Form der Video-Endoskopie ist die Sleep Nose Endoscopy (SNE), bei der der Patient vor der Endoskopie der Nase in einen künstlichen Schlaf versetzt wird. Die Diagnose mittels SNE basiert auf folgenden Erkenntnissen:
- Schnarchen und Schlafapnoe treten nur im Schlaf auf.
- Die Schlaflaboruntersuchung kann die Folgen der Verengungen zeigen – jedoch nicht, wo sich diese Verengungen befinden (Lokalisation).
- Nur wenn man die Verengungen im Schlafzustand lokalisiert, kann man sie effektiv behandeln.
Die SNE wurde aufgrund des Schwachpunkts herkömmlicher Methoden entwickelt: Untersuchungen im Wachzustand zeigen nur einen Teil der Blockaden. Die Hälfte der möglichen Verengungen lässt sich nur im Schlafzustand erkennen. Mit der SNE findet man die Engpässe in den Atemwegen, die ausschließlich im Schlafzustand entstehen.
Bei der SNE wird der Patient vom Anästhesisten mit einem niedrig dosierten Schlafmittel binnen weniger Minuten in einen ganz normalen Schlafzustand versetzt. Dabei durchlebt er in nur 30 Minuten alle vier Schlafphasen – wie in einer gewöhnlichen Nacht. Ein nur drei Millimeter großes Endoskop wird durch die Nase in den Rachenraum geführt. Die Videokamera ermöglicht eine 360-Grad-Perspektive und dokumentiert den genauen Zustand von der Nase über den Rachen bis zum Kehlkopf. So gewinnt man wichtige Erkenntnisse über die Verengungsmuster beim Patienten und über die erforderlichen Maßnahmen für den weiteren Verlauf der Behandlung.





