Schnarchen und Schlafapnoe

Diagnose, Therapie und Behandlung

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Foren-Übersicht » Folgen der Schlafapnoe und des Schnarchens » Depression

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 Betreff des Beitrags: Schlecht schlafen und Depressionen - 2011
BeitragVerfasst: 9. Jan 2010, 17:06 
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Hallo,

ich bin neu hier und zum Thema Depressionen kann ich was sagen. Ich leide seit 12 Jahren darunter. Ursprünglich hatte ich in 97 ein Psychose mit Postdingenskirchendepressionen. Ich war seitdem immer in Behandlung bei Psychiatern die mir erzählten das meine Schlafstörungen von den Depressionen kämen, bzw. mit diesen einher gingen.
Das habe ich so hingenommen, schließlich vertraut man den Weißkitteln ja irgendwie. Großer Fehler wie ich nun weiß, denn seit ich letztes Jahr eine Freundin hatte die mir sagte das ich arg schnarche und auch mit dem Atmen aussetze, habe ich eine MESAM gemacht. Und siehe da - Schlafapnoe.
1000 mal habe ich meiner Psychiaterin erzählt das wenn ich schlecht geschlafen habe, auch der nächste Tag Mist war. Aber das ich ein Apnoe haben könnte - darauf muß man schon selber kommen.
Also im Zweifelsfalle bei Schlafstörungen lieber früher als zu spät eine MESAM machen. Ich möchte nicht wissen weiviel Jahre mit Depressionen ich mir hätte ersparen können. Denn seit meiner OP im Dezember geht es mit dem Schlafen und der Laune nur noch bergauf......2010 wird mein Jahr sag ich Euch!:-)

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BeitragVerfasst: 9. Jan 2010, 18:29 
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>> seit meiner OP im Dezember geht es mit dem Schlafen und der Laune nur noch bergauf

das hört sich ja toll an - wo und wie wurden Sie operiert?


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BeitragVerfasst: 10. Jan 2010, 08:12 
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was meinen Sie mit "Wo wurde ich operiert"
An welchem Ort oder an welchem Organ?:-)
Also operiert wurden die Mandeln - Entnahme eben dieser.
Und eine Gaumensegel-OP mittels LAUP.
Das Ganze im Stadtklinikum Hanau durch die HNO-Praxis Hanau.
In einem anderen Bereich des Forums habe ich gelesen das die Gaumensegel-OP keine Relevanz hätte für die Apnoe, was mich sehr stutzig macht.
Da bin ich mal auf die Folge-MESAM-Untersuchung gespannt.....

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 Betreff des Beitrags: schlechter Schlaf
BeitragVerfasst: 14. Jan 2010, 16:43 
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BeitragVerfasst: 19. Jan 2010, 19:58 
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Hi Kosmolske,

bei mir wurden auch die Mandeln rausgemacht, da sie kaputt waren, allerdings hielt die Besserung nur ein paar Wochen an. Auf der anderen Seite wollten mir die Labertanten ebenfalls erzählen, das ich eine Depression hätte. Von Psychologen (war bei mehreren) halte ich nicht viel, da tun mir die Menschen Leid, die wirklich auf solche "Experten" angewiesen sind.

Anfangs hat die CPAP-Therapie sehr gut geholfen momentan aber nicht mehr und der AHI-Zähler im CPAP-Gerät steht bei 23/h. Da ich noch nicht sehr lange in Behandlung bin, denke ich ist das nur Einstellungsproblem. Das Schlafphasendiagramm im Schlaflabor bestätigt zweifelsfrei die Ursache meiner Probleme.

Ärzte sind keine Götter, auch wenn manche von denen sich dafür halten.

Grüße und viel Erfolg im SL ;)

PS: Ein Tipp fürs Schlaflabor: nimm dein eigenes Kopfkissen und deine eigene Bettdecke mit, dann schläft sich schon ein Stück besser.

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BeitragVerfasst: 19. Jan 2010, 20:04 
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Huch da hab ich mich da verlesen, MESAM heißt wohl Heimmonitoring und jetzt ist alles gut ohne SL?

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BeitragVerfasst: 1. Feb 2010, 17:42 
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Doch, es gibt einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Apnoe und der ist signifikant.
Ich bin selbst ein Schnarchdepri und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass guter Schlaf Depressionsschüben vorbeugt oder zumindest mildert. Allerdings verspüre ich manchmal große Traurigkeit, dass ich so einen ******apparat überhaupt benutzen muss. Apnoiker zu sein löst m.E. bestimmt keine guten Gefühle aus und das Kosmolske evtl. eine Chance hat, seine Leiden zu lindern, freut mich daher ausgesprochen.


....und.....was die Qualität von Psychologen angeht - da gebe ich Teebeutel recht. Man muss wirklich Glück haben, einen engagierten, fähigen Therapeuten zu finden und nicht bloß bei jemandem zu landen, der seine eigenen Probleme auf dich projiziert. Warum gibt es keine ganzheitliche Betrachtungsweise beim Krankheitsbild Apnoe und deren Folgen?

Fragende Grüße
Para

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BeitragVerfasst: 2. Mär 2010, 03:51 
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Mein erster Psychiater empfängt mittlerweile 5 mal am Tag keine Patienten mehr weil er gen Mekka beten muß. Mein zweiter Psychiater hat sich vorletztes Jahr umgebracht und meine aktuelle Psychiaterin hat meine Berichte über meinen schlechten Schlaf immer nur als Folge der Depression abgetan. Eine andere Betrachtungsweise hätte mir schon viel eher zur richtigen Diagnose helfen können. Aber Achtung, es ist gerade 3.49 Uhr. Okay okay, es ist Vollmond, ich war gestern Abend nicht spazieren und war nach der Arbeit kurz auf der couch eingepennt. Mein Schlaf ist also immernoch ein sensibles Thema. MESAM-Nachuntersuchung erfolgt am Freitag. Bin mal gespannt....

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 3. Okt 2010, 20:52 
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Das Schlafapnoe-Syndrom fördert eine Depression und macht sie auch hartnäckiger. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Bestätigt wurde das auch durch meinen Neurologen. Trotz CPAP-Therapie werde ich manchmal auch noch frühmorgens wach. Meistens so nach drei oder vier Uhr. So langsam bessert sich das aber. Gruss Jörg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 13. Okt 2010, 10:42 
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Da kann ich Euch bestätigen.
Ich selber leide seit langem unter Depressionen, Konzentrationsstörungen,Wortfindungsstörungen, Tagesmüdigkeit, schnelle Erschöfung, usw... die zu Abmahnungen führten. Unverständniss bei den Kollegen, als ob ich keine Lust zum Arbeiten hätte, Getuschel, ich sei nicht ganz dicht in der Birne... jahrelanger Kampf. Ein haarsträubendes Gutachten der Rentenstelle,(Ich sein völlig gesund.) Widerspruch, Klage, das volle Pogramm, und nach einem Gutachten des MdK nun doch und dann ganz schnell zur Reha, in der ich jetzt 3 Wochen bin und noch weitere 3 Wochen bleiben werde.
Da ich Schlafstörungen beschrieb, führte man dann eine Schlafuntersuchnug durch, die Ihr ja alle kennt.
Das Ergebniss: Schlafabnoe!!!
Wer denkt denn an so etwas? Dieses soll heute durch eine zweite Untersuchnung bestätigt werden. Da ich an einer freiwilligen Schlafstudie teilnehme werden es sogar 4 Untersuchngen sein. Ich bin echt froh, dies gemacht zu haben. Wenn ich hier im Forum alles so lese, könnte es ja die Ursache meiner Probleme sein, die ich vielen Jahren habe.
Sollte es so sein, bringt mir die Maske evtl. ein neunes und besseres Lebendsgefühl. Ich werde Euch berichten.
Heiko

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 13. Okt 2010, 18:22 
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Die von dir geschilderten Probleme wie Depression, Konzentrations- und Wortfindungsstörungen begünstigen an sich einen positiven Rentenbescheid wegen Erwerbsminderung! :roll: So war es jedenfalls bei mir (chron. Schmerz-Syndrom etc.). Nach einem Gutachten der DRV war ich vor Jahren dann zur Reha in einer psychosomatischen Fachklinik. Im Endergebnis wurde meinem Rentenanantrag stattgegeben. Dabei ist es bis heute geblieben. Mein Schlafapnoe-Syndrom wurde leider erst vor ein paar Monaten diagnostiziert. Abmahnungen und Mobbing von Arbeitskollegen sind nebenbei bemerkt keine Seltenheit aber Tatsachen! :evil: Gruss Jörg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 14. Okt 2010, 09:25 
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Hallo Scooter!

Deine Worte in die Gehörgange einiger Gutachter!!!
Ich will dass jetz nicht zu sehr ausführen, aber die Arbeitsagentur, mein Hausarzt, der Mdk, eine Tagesklinik sind der Meinung bei mir wäre eine Erwerbsminderung eingetreten.
Nur der "Gutachter" der Rentenstelle und "Chefarzt" eine Nervenklinik ist der Meinung, dass diese "in keinster Weise" beeinträchtigt wäre.(nach ca 20 min)
Teilhabe abgelehnt, Widersruch abgelehnt, jetzt ist der Fall beim Sozialgericht und ich in der Reha, in der mich Ärzte und Therapeuten der Rentenstelle behandeln ....
Die erste ergab eine mittelschwere Schlafabnoe von ca 16 Aussetzer in der Stunde. (viele sind schlimmer dran)
Mal sehen, was bei der 2. Schlafuntersuchung herrausgekommen ist. (kann mit den Geräten schwer schlafen)
Ich habe hier auch so ein "Rüsseltier" kennengelernt und er sagt, das Teil gibt ihm ein neues Lebendsgefühl.
Wie gelesen habe, gibt das auch 20% Schwerbehinderung, nützt auch nicht viel.
Vielleicht kommen die Depries dazu ...und eine Refluxerkrankung.
Mal sehen, was der Abschlußbericht dazu sagt.
Viele gehen hier als "vollschichtig arbeitsfähing" und "geheilt" nach Hause.
So fühle ich mich aber nicht.


der müde Heiko

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 14. Okt 2010, 20:50 
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In diesem Fall war ich übrigens beim VdK gut aufgehoben und bin es auch immer noch. Zur Diagnose meiner Schlafapnoe wurden dort auch die ersten Schritte eingeleitet, ein Facharzt empfohlen etc. Dort ist auch bekannt, dass die Gutachter der DRV gerne Gutachten zum Nachteil des Rentenbewerbers verfassen. Also ist man gut beraten, wenn man vorher schon bei guten Fachärzten in Behandlung war. Denn bei der Entscheidung zählen alle Unterlagen, auch der Reha-Entlassungsbericht ist sehr wichtig. Reflux wäre übrigens auch eine Folge des Schlafapnoe-Syndroms und hat sich beispielsweise bei mir seit der CPAP-Therapie deutlich gebessert. Gruss Jörg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 15. Okt 2010, 12:48 
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Das mit den Gutachten ist kein Einzelfall, bei 16-20 Apnoe die Stunde kann wohl von "gutem Schlaf" nicht die Rede sein... da gibt es genug Beispiele. Es will eben keiner zahlen, aber ich muß ersteinmal hier durch die Reha und abwarten. Jetzt kommt noch Bluthochdruck dazu, seit einm Jahr 20kg zugelegt usw, alles in Wechselwirkung. Evtl. kadiologische Untersuchungen, hängt alles mit den Abnoe zusammen. Vorläufig, bin ich hier gut aufgehoben.
Die Sozialgerichten kennen das ja auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlecht schlafen und Depressionen
BeitragVerfasst: 15. Okt 2010, 20:35 
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Es kommt jetzt sicher auch auf den Reha-Entlassungsbericht an und wie da die Restleistungsfähigkeit beurteilt wird. Nur unter drei Stunden arbeitsfähig oder mehr Stunden pro Tag belastbar. Bei einer ausgeprägten Depression mit den damit verbundenen geistigen Leistungsschwächen (Konzentrations- und Gedächtnisleistung) ist man keine drei Stunden mehr arbeits- und leistungsfähig. Also müsste schon die volle Erberbsminderung zugesprochen werden. Gruss Jörg.

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