Schnarchen und Schlafapnoe

Diagnose, Therapie und Behandlung

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 Betreff des Beitrags: Advance-Verfahren - Neues Operationsverfahren in Antwerpen
BeitragVerfasst: 22. Aug 2007, 05:42 
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Neues Operationsverfahren in Antwerpen

"Antwerpen, Belgien (ots/PRNewswire) - Ärzte des Universitätskrankenhauses von Antwerpen (Belgien) haben Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe dank eines neuartigen Operationsverfahrens erfolgreich behandeln können. Das Verfahren umfasst das Advance(tm)-System, ein Implantat in Zunge und Unterkiefer, das de Verschluss der Atemwege während des Schlafs verhindert. Die vorläufigen Ergebnisse der neuen Behandlungsmethode bei den ersten 10 Patienten sind sehr vielversprechend.

Anfang des Jahres wurde das Verfahren von einem Team unter Leitung des HNO-Chirurgen Dr. Evert Hamans weltweit erstmals und erfolgreich durchgeführt. In dieser Woche wurden die Ergebnisse der Nachsorgeuntersuchungen der ersten 10 operierten Patienten bekannt. Bei allen Patienten konnte eine signifikante Verbesserung des Apnoe-Indexes erreicht werden. Schnarchen und Müdigkeit am Tage gingen bedeutend zurück.


Die obstruktive Schlafapnoe ist eine Krankheit, bei der es während des Schlafs zu Verschlüssen der oberen Luftwege kommt. Diese Verschlüsse führen zu Sauerstoffmangel und zu Schlafunterbrechungen. In Westeuropa und den USA leiden 4 % der Männer und 2 % der Frauen unter OSA. Die häufigsten Beschwerden sind lautes Schnarchen, übermässige Müdigkeit am Tage und Wahrnehmungsstörungen. Bei einigen Patienten ist die Müdigkeit sehr ausgeprägt und potenziell gefährlich, da sie zu Autounfällen führen kann. Langfristig ist bei diesen Patienten das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung erhöht.

Die derzeitige Behandlung der OSA besteht in der CPAP-Ventilation (Continuous Positive Airway Pressure - kontinuierlicher Überdruck der Atemwege), die das nächtliche Tragen einer Atemmaske erforderlich macht Obwohl diese Behandlung wirkungsvoll ist, wird sie von einer Reihe von Patienten als unannehmbar empfunden und/oder nicht befolgt. Einige CPAP-Anwender suchen auch nach alternativen Lösungen.

Andere operative Behandlungsmethoden der OSA sind teilweise sehr invasiv, haben eine hohe Morbidität zur Folge und erfordern längere Krankenhausaufenthalte. Diese Operationen sind bei mittelschwerer bis schwerer OSA darüber hinaus auch nur begrenzt wirksam. Viele Patienten sind nicht bereit, sich einer derartigen Operation zu unterziehen.


Das Advance-Verfahren ist kurz, hat eine geringe Morbidität zur Folge und erfordert derzeit einen Krankenhausaufenthalt von nur einer Nacht. Zu den innovativen Aspekten dieses neuen Verfahrens zählt, dass die Zunge daran gehindert wird, die oberen Atemwege zu verschliessen, die Möglichkeit, das Implantat unter Lokalanästhesie an die Bedürfnisse des Patienten anzupassen und die geringe Morbidität der Behandlungsmethode.


Aspire Medical, ein US-amerikanisches Medizingeräte-Unternehmen, das sich auf das Gebiet der obstruktiven Schlafapnoe spezialisiert hat, entschied sich für das Universitätskrankenhaus Antwerpen (Belgien), um diese neue Behandlungsmethode weltweit erstmals durchführen und verfeinern zu lassen. Die Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) und das Schlafzentrum des Krankenhauses verfügen über eine international anerkannte Fachkompetenz im Bereich innovativer Forschung operativer und konservativer Behandlungsmethoden der obstruktiven Schlafapnoe. Ein Team von Lungenfachärzten, HNO-Chirurgen, Psychiatern und Neurologen sorgt für einen multidisziplinären Ansatz bei der Behandlung der komplexen, schlafbedingten Atemstörungen, die die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen können."

Originaltext: Antwerp University Hospital Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/67755 Pressemappe via RSS : feed://www.presseportal.de/rss/pm_67755.rss2

Pressekontakt: Ansprechpartner Presse: Dr. Evert Hamans, Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO), Universitätskrankenhaus Antwerpen (Belgien), Tel: +32-3-821-49-20 (Büro), +32-476-49-7127 (Mobiltelefon), Wilrijkstraat 10, 2650 Edegem (Belgien)

Quelle: news aktuell


Zuletzt geändert von CPAPuser am 22. Aug 2007, 08:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Advance-Verfahren - Neues Operationsverfahren in Antwer
BeitragVerfasst: 22. Aug 2007, 08:02 
Hallo,

Dr. Evert Hamans hat geschrieben:
Bei allen Patienten konnte eine signifikante Verbesserung des Apnoe-Indexes erreicht werden. Schnarchen und Müdigkeit am Tage gingen bedeutend zurück.


Aha, ein Hoffnungsschimmer...

Ich habe nie daran gezweifelt, daß mit CPAP das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

Ciao
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Das wäre eine Erleichterung für alle.
BeitragVerfasst: 25. Aug 2007, 19:52 
Hallo,

wenn dieses wirklichkeit würde, wäre das Leben für viele von uns endlich wieder lebenswert.

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :razz: :razz: :razz: :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Das wäre eine Erleichterung für alle.
BeitragVerfasst: 26. Aug 2007, 18:03 
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Heinz11 hat geschrieben:

...
wäre das Leben für viele von uns endlich wieder lebenswert.


ich hoffe du meinst das wirklich als scherz !
es gibt nun wirklich krankheiten, die erheblich schwerwiegender sind als schlafapnoe !
behandelt sollte man ein halbwegs normales leben führen können.

till

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 Betreff des Beitrags: Re: Das wäre eine Erleichterung für alle.
BeitragVerfasst: 27. Aug 2007, 05:55 
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till hat geschrieben:
ich hoffe du meinst das wirklich als scherz !
es gibt nun wirklich krankheiten, die erheblich schwerwiegender sind als schlafapnoe !


Mag ja sein.

Man sollte trotzdem nicht übersehen, daß das Leben mit Maschine auf dem Nachttisch und Maskenschlaf von vielen Menschen als unangenehm und an manchen Stellen peinlich empfunden wird.

Ich selbst habe auch einige Zeit gebraucht, die Tatsache zu akzeptieren, daß es nicht ohne geht.

Und bei denen, die vielelicht auch große Probleme mit der Maske haben, ist der Herzens-Wunsch, mit dem ganzen Mist von einem Tag auf den anderen Tag aufhören zu können, vielleicht noch ausgeprägter.

Der Satz aus der Pressemitteilung

Zitat:
Obwohl diese Behandlung wirkungsvoll ist, wird sie von einer Reihe von Patienten als unannehmbar empfunden und/oder nicht befolgt. Einige CPAP-Anwender suchen auch nach alternativen Lösungen.

ist doch vollkommen richtig. Ob die dort bekannt gemachte Methode etwas taugt oder ebenso im Orkus verschwindet wie andere Heilsbringer, wird man abwarten müssen.

Zitat:
Die vorläufigen Ergebnisse der neuen Behandlungsmethode bei den ersten 10 Patienten sind sehr vielversprechend.

ist ja wohl mit Bedacht sehr vorsichtig bis nichtssagend formuliert.

Gruß, C.U.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das wäre eine Erleichterung für alle.
BeitragVerfasst: 27. Aug 2007, 09:24 
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CPAPuser hat geschrieben:
till hat geschrieben:
ich hoffe du meinst das wirklich als scherz !
es gibt nun wirklich krankheiten, die erheblich schwerwiegender sind als schlafapnoe !


Mag ja sein.

Man sollte trotzdem nicht übersehen, daß das Leben mit Maschine auf dem Nachttisch und Maskenschlaf von vielen Menschen als unangenehm und an manchen Stellen peinlich empfunden wird.


da hast du natürlich recht. es klang nur im posting so als sei das leben mit cpap kein leben mehr. vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich so an das ganze gewöhnt habe, dass ich ohne rüssel wohl nicht schlafen könnte.
aber natürlich wäre eine wirkliche heilung ein segen !!

till

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. Sep 2007, 23:20 
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hi leute,

was denkt ihr, kann man sich berechtigte hoffnungen machen, dass der eingriff erfolgreich sein könnte?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13. Sep 2007, 04:53 
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Vladi hat geschrieben:
hi leute,

was denkt ihr, kann man sich berechtigte hoffnungen machen, dass der eingriff erfolgreich sein könnte?


Vladi, eine etwas polemische Gegenfrage: Soeben hat VW den Golf VI angekündigt. Vielleicht zehn Leute haben ihn schon mal "in echt" gesehen. Glaubst Du, daß VW sich berechtigte Hoffnungen machen, dass dieses Modell erfolgreicher als sein Vorgänger sein könnte? :razz:

Was ich sagen will: Bislang ist das doch alles nur eine Pressemitteilung, da kann man nur fröhlich drauflosspekulieren. Man kann's ja mal im Auge behalten.


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BeitragVerfasst: 13. Sep 2007, 11:48 
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ich weiß worauf du hinaus willst.
aber bei manchen "modellen" kann man vorhersagen, dass sie erfolgreich sein werden, deshalb ist meine frage nicht ganz unberechtigt, vorallem, weil es hier doktoren im forum gibt die vll schon länger von diesem verfahren wissen...


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 Betreff des Beitrags: Advance-Verfahren - Neues Operationsverfahren in Antwerpen
BeitragVerfasst: 15. Sep 2007, 14:36 
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Hallo,

das zitierte Verfahren basiert auf einer Art Seilzug, der am Unterkieferknochen fixiertwird und mit einem "Widerhaken" in der Zunge verankert ist. Das sieht so aus: http://www.aspiremedical.com/tech_ous.html

Ich weiss nicht, ob ich sowas in meiner Zunge haben möchte ...

Grüsse

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Dr. Wolfgang Randelshofer
SCHLAFLABOR BREISGAU
und
Praxis für Pneumologie und Schlafmedizin
Bad Krozingen
www.schlaflabor-breisgau.de
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 Betreff des Beitrags: Re: Advance-Verfahren - Neues Operationsverfahren in Antwerp
BeitragVerfasst: 23. Nov 2007, 08:34 
Der Beitrag wurde auf Wunsch des Users gelöscht.


Zuletzt geändert von Fred vom Jupiter am 2. Okt 2008, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Piercing
BeitragVerfasst: 6. Dez 2007, 01:25 
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Wieso eigentlich einen Wiederhaken verwenden?
Mann könnte daraus auch ein weiter hinten gelegenes
Zungenpiercing machen. Ev. Variante mit versilberter
und gewellter Unterlegscheibe plus Mini-Golfball!?!
Oder doch eine Mini-Billiardkugel nehmen? :o

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 Betreff des Beitrags: Neues Operationsverfahren in Antwerpen
BeitragVerfasst: 6. Dez 2007, 01:30 
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eifriger Forennutzer

Registriert: 28. Nov 2007, 19:17
Beiträge: 45
Wohnort: Willich
Ich frage mich aber doch, was denn passiert, wenn das Seil mal reißt?
Sowas hält doch nicht ewig und woraus besteht das Seil?
Anglerschnur etwa? Der Erfinder ist doch bestimmt ein Angler!
Kann man das Seil dann knoten, oder wird der Haken plus Zunge
dann unten rausgezogen (Kamel und Nadelöhr)?

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 Betreff des Beitrags: Super, es funktioniert
BeitragVerfasst: 8. Dez 2007, 10:45 
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Registriert: 8. Dez 2007, 09:58
Beiträge: 8
Hallo, ich bin erst vor kurzem auf dieses Forum aufmerksam geworden.

Ich werde in der HNO-Abteilung der Uni Mannheim betreut. Ich habe seit längerer Zeit zwischen 45 und 60 Aussetzern/h. EIne Maske kann aus bestimmten Gründen ( Narbengewebe im Gesicht) nicht eingesetzt werden. Mir wurde vor einem Jahr die Teilnahme an einer Studie angeboten, die die Uni-Mannheim mit der Uni in Antwerpen durchführt.

Es handelt sich dabei um das angesprochene System. Es wird ein "Anker" im Zungengrund befestigt, am Kinn eine Art Seilwinde angeschraubt und der Anker per Seil mit der Winde verbunden und der "Zugeffekt" kann entsprechend über die Winde eingestellt werden.

OP verlief perfekt. 3 Tage stationär (inzwischen nur noch 1 Tag). Schmerzen null. Gefühl: Würde ich die "Maschinerie nicht auf dem Röntgenbild sehen, würde ich sagen, die haben nichts gemacht. Also keinerlei Einschränkungen. Ergebnis: bin runter auf durchgehend 2 Aussetzer und fühle mich wieder fit.

Es ist ein Seilzug, der über eine Winde eingestellt werden kann. Da der Zungengrund dauerhaft in vorderer Position gehalten wird, kann die Zugstärke bei einer Besserung jederzeit verringert werden. Dies passiert durch einen kleinen Eingriff in Lokalanästhesie mit einer Art Schraubenzieher.

Was ich jetzt mitbekommen habe, hatte die Uni-Mannheim bei 95% aller Testpersonen ein positives Ergebnis. Wird Zeit, dass dieses Verfahren zum Standard wird.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 8. Dez 2007, 13:13 
Der Beitrag wurde auf Wunsch des Users gelöscht.


Zuletzt geändert von Fred vom Jupiter am 2. Okt 2008, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.

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