Schnarchen und Schlafapnoe

Diagnose, Therapie und Behandlung

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Foren-Übersicht » Behandlungsbaustein: Apparative Verfahren » Protrusionsschiene

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 Betreff des Beitrags: Wirksamkeit von Protusionsschiene wird weit unterschätzt
BeitragVerfasst: 31. Mär 2009, 16:10 
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Hallo, ich hatte vor etlichen Monaten in diesem Forum meine extremen Probleme mit der Maske beschrieben. Mein gesundheitlicher Werdegang danach ging über eine Nasen OP(Scheidewand beschnitten) und dem austesten einiger Mittelchen eher schlecht als recht weiter.

Die Nasen OP war allerdings relativ erfolgreich verlaufen. Ich hatte zuvor immer sehr leicht eine geschlossene oder stark verminderte Nasenatmung. Wer den Effekt kennt unter einer Decke kaum noch genug Luft zu bekommen, der kann nachvollziehen was so eine OP für Vorteile haben kann. Nachteil war zu dem Zeitpunkt das ich ganze 6 Wochen lang ohne die Maske auskommen musste, auch ein erheblicher Nachteil einer rein nasalen Maske und eine Vollmaske vertrug ich überhaupt nicht.

Alles in allem war ich ziemlich frustriert, die Leistung bei der Arbeit verminderte sich in der Zeit wieder sehr und ich war wirklich am Boden zerstört. Da traf ich auf einen kollegen, welcher ähnliche Probleme hatte und er empfahl mir eine Protusionsschiene auszuprobieren.
Ich liess also einem Gipsabdruck, mittlerer Härte, beim Zahnarzt erstellen, nahm diesen mit und schickte ihn zum Fachmann meiner Wahl.
Die Krankenkassen zahlen leider seid geraumer Zeit nichts mehr hinzu und somit blieben die Kosten von ca. 800 Euro an mir kleben, viel Geld für einen hoffnungsvollen Versuch dachte ich mir da.

Ich bekam nach weniger Zeit die Protusionsschiene, auf Kopfbiss eingestellt zurück und konnte sie mühelos in der nächsten Nacht ausprobieren. Das Gefühl war schon etwas seltsam, natürlich gewöhnungsbedürftig, aber da ich schon zur mal eine Kauschiene getragen hatte war der Fremdkörper nicht so schlimm wie ich dachte.
Nur am Morgen bemerkte ich einen kleinen Nachteil der Schiene, meine Zähne fühlten sich an als ob nichts mehr am richtigen Platz sei. Ich konnte sogar meinen Unterkiefer vor meinen Oberkiefer schieben und leicht zubeissen, so das die Innenseite meiner unteren zähne die Aussenseite der oberen berührten, ein erschauderndes Anfangserlebnis.
An diese Irritation habe ich mich aber nun gewöhnt und es haben sich folgende Vorteile ergeben:
1. Ich habe keine gefährdenden Apnoen mehr, waren es zuvor doch 95% Obstruktive!
2. Mein Schnarchen , ist bis auf wenige leichte Ausnahmen, in der Lautstärke und Anzahl fast auf null reduziert. Die einzigste Ausnahme bilden schnarchgeräusche, welche leicht gurgelnd, rasselnd oder zischend sich äussern, aber auch nur von sehr kurzer Dauer sind. Vielleicht eine Gewöhnungssache, der Körper muss sich an die Schiene wohl genauso gewöhnen wie an eine Maske.
3. Ich bin nun noch ein Stückchen wacher als mit der Maske und wieder erhöht leistungsfähiger, was natürlich auch meine Partnerin freut, vom nächtlichem Blubbern ganz abgesehn. Sie hattte zwar immer beteuert es habe sie nocht sehr gestört, aber ich merke es schon an ihrem eigenen erhöhtem Wachsein das es sehr wohl ein kleiner Einschlafstörungsfaktor war. Kommt vielleicht aber auch vom Gerätetyp wie lauft oder leise diese sind!
4. Mein Herzrasen oder Lungendruck, welche häufig im Zeitraum der Maskentherapie auftraten sind nun einfach verschwunden.
5. Mein zuvor vorhandenes Kiefernknacksen ist fast ganz verschwunden, von wegen Atrose und so :roll:

Meine Meinung dazu:
Ich glaube, wenn vom Schlaflabor eine über 90%ige Obstruktion diagnostiziert wird, dann ist man auf jeden Fall ein möglicher Patient für eine Protusionsschiene. Diese muss aber dafür ausgelegt sein das sie auch das seitliche verschieben des Kiefers abfängt. Meine eigenen Rückfragen beim Hersteller meiner Schiene, ergaben das fast bei 80% aller Anwender der Unterkiefer entweder nach hinten rutscht oder sogar seitlich "wegkippt". Ich konnte bei mir selbst zuvor eine erhöhte seitliche Bewegungsfreiheit feststellen, welche nun nach Wochen der nächtlichen Nutzung wieder "normalisiert" ist, sprich meinen Kiefer kann ich nicht mehr seitlich gegeneinander extrem verschieben.

Auch mein voher vorhandenes Kiefernknacksen, eine angeblich normale Abnutzung des Kieferngelenkes(nach Kieferchirurg+Orthopädie!) ist nur fast komplett verschwunden und zusätzlich die schmerzhafte Verspannung meiner Kiefermuskulatur. Meine Muskeln im Gesicht am Kiefer taten mir immer weh, das tat ich immer als völlig normal ab, wohl eine Ursache eines möglichen Bruxismus dachte ich und äusserte auch der Orthopäde. Alles weg nur wenn ich einseitig auf was hartes fest Beisse, dann knackst es kurz wieder.

Nachteile: Es ist nicht für jedermann leicht sich an den Druck im Gebiss zu gewöhnen und die morgendliche Irritation der Kieferstellung, welche sich innerhalb weniger Minuten wieder normalisiert, ist ebenso sehr gewöhnungsbedürftig.
Ein schaler Geschmack bildet sich oft morgends heraus, anfangs dachte ich es sei die Zahnpasta, aber jemand erklärte mir das müsse der eingeatmete Staub sein, was wohl darauf hindeutet das mein Mund oft lange offen ist. Naja ich habe lange Jahre geschnarcht durch den offenen Mund und da dauert es wohl noch etwas bis ich mich daran gewöhnt habe.
Ein bisschen Kuki.. oder anderes hilft!

Etwas, was ich auch nicht verschweigen möchte ist, das diese Irritation sich auch auf den Biss auswirkt, sprich ich habe leicht das Gefühl das meine Zähne nicht mehr 100% beim Schliessen aufeinander abgestimmt sind. Es ist nicht so schlimm das ich nicht mher kaufen kann, aber es macht sich schon etwas bemerkbar. Der behandelnde Zahnmensch meinte das da eventuell noch eine Zahnnachregulierung irgendwann notwendig sein könnte.
Aber ich muss sagen das die Vorteile daraus weit die Nachteile der Maske übertreffen. Jeder sagte mir ich jmüsse mich nun ein Leben lang an die Maske gewöhnen und mein Körpergewicht sei einfach zu hoch. Pustekuchen!
Natürlich möchte ich nun weiterhin abnehmen, aber ich bin dazu nicht mehr gezwungen, meine Leistung ist um ein Vielfaches gestiegen.

Nach einem Schlaflaborbesuch, wo ich 1 A Werte abgeliefert habe, bin ich nun zuversichtlich das dies so weitergeht. Ich hoffe das die Krankenkasse bald richtig reagieren werden, nämlich den Goldstandard des CPAP kippen werden. Es ist einfach nicht richtig das die Maske bezahlt wird und die Protusionsschiene keine Bezuschussung erhält.

Zwei meiner Kollegen haben nun ebenfalls eine Schiene in Anfertigung und einer nutzt sie schon seid mehreren Monaten erfolgreich. Es mag oft am Krankheitsbild liegen, also wie die Apnoe sich ausbildet. Mancher wird auch die Schiene nicht vertragen, aber wenn ich mein Umfeld so ansehe, haben immer mehr Apnoeprobleme oder zumindest die Symptome weisen auf eine eventuell zukünftige Erkrankung hin. Diese würden mit einer Schiene früh therapiert werden können ohne dann schwerwiegende Folgesymptome zu erleiden. Ein Umdenken der Therapie ist dringend geboten und wenn ich mir die Antwort meiner Krankenkasse darauf vor Augen führe, das die Ärzte darin aktiv werden müssen, dann frag ich mich wie lange viele Patienten darauf noch warten müssen.

Nicht jeder kann auf die Maske ganz verzichten, keine Frage, aber wenigstens die Chance darauf sollte man jedem geben und die Kosten dazu sind verhältnismäßig gering, am meisten verdient immer noch der Zahnmediziner, nicht der Techniker, denn die machen die ganze Arbeit!

Ich möchte hier nicht provokant gegen CPAP vorgehen, habe auch keine Werbung gemacht, hoffe ich, aber ich finde jeder Patient hat das Recht auf eine faire Behandlung und liegt nicht alleine immer im goldenen Standard, der Maske!


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BeitragVerfasst: 31. Mär 2009, 17:34 
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hallo, schnaufi!

ich fand deinen beitrag überhaupt nicht provokant, sondern sehr lesenswert.

ich meine, das ist es doch, wovon dieses forum hier lebt: meinungsaustausch unter betroffenen.

ich finde es sehr erfreulich, dass die schiene dir so gut geholfen hat. und jeder hier muss sich für sich und natürlich zusammen mit einem (hoffentlich) guten arzt eine meinung bilden.

insofern danke für deinen detaillierten und interessanten bericht.

gruß,

jörg

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BeitragVerfasst: 1. Apr 2009, 08:18 
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zu dem ganzem muss ich noch etwas hinzufügen ;)

das Staubpartikel einen schahlen Geschmack verursachen, liegt daran das der allgemein übliche Speichelfluss eingeschränkter ist, nach Angabe des Zahnarztes müsste sich dies nach ein paar Wochen wieder verbessern.

Was ich auch als sehr positiv empfunden habe ist, das nun weder mein Hals morgens "dick" ist, also das Gefühl eine Erkältung mit geschwollenen Mandeln zu haben ist weg und meine Nase ist niemals ganz zu, auch nicht bei einer Erkältung.
Letzteres ist vielleicht ganz wichtig, wenn nämlich mal sowas einen erwischt, dann hat man sicher Sorgen das die fehlende Maske dann ein großer Nachteil sei, aber bei mir zumindest war der Schnupfen kein Problem, es verlief sogar etwas angenehmer als früher, wo ich dann fast überhaupt keine Luft mehr bekam. Mag sicherlich auch ein Ergebnis der Nasen Op sein.

Was ich ganz vergessen habe ist, das es natürlich ganz wichtig ist den Lungenfacharzt mit in die Überlegung für eine Protusionsschiene einzubeziehen, reagiert er positiv darauf, würde ich ihn weiter mit einbeziehen. Also nicht einfach zu Hause austesten und abwarten was passiert! Lehnt er es allerdings grundweg ab, nicht entmutigen und einfach anfertigen lassen, das Recht auf einen Arztwechsel hat man immer. Ein Schlaflaborbesuch ist allerdings zwingend notwendig!

Mein voheriger Schlaflaborarzt kannte sich nicht einmal mit den Protusionsschienen aus, das ist allerdings eine Schande und er hat mit einem Kollegen zusammen in meiner Stadt zwei der größten Schlaflabore, für den gibt es scheinbar nur den Goldenen Standard.

Ich glaube das sind Untersuchungsmöglichkeiten, welche von den hier so "gehassten" privaten Kliniken angewendet werden. Die schauen gleich nach ob die Obstruktion durch einen zu sehr beweglichen Kiefer stammt. Natürlich kommen Symptome wie Nasenscheidewand oder zu große Muschel hinzu. Daraus basteln sie dann eine mehr Punktebehandlung die sie sich vergolden lassen.

Ich glaube aber das sich jeder mit etwas Hintergrundwissen mit Hilfe fähiger Ärzte selbst heilen kann. Die Maske ist nur ein Präventionsmittel um uns am Leben zu erhalten. Omg "nur", das klingt hoffentlich nicht abwertend, natürlich bin ich dankbar für den Strohhalm den man mir reichte, aber es heilt mich nicht und das ist es was mich daran furchtbar stört. Wenn diese Kliniken mit einer umfassenden Behandlung ihre Patienten alleine nur zu 80% heilen, dann ist die Überlegung zu anderen Behandlungsformen mehr als nur wichtig.
Ich würde gerne diese Art der zusammenfassenden Behandlung in öffentliche Ärztehand sehen und nicht nur die Behandlung mit CPAP Geräten und dann schau mal wie Du weiterkommst, da wird einfach an falscher Stelle Geld eingespart. Ich hatte einfach nur Glück, den richtigen Tip im richtigen Moment bekommen zu haben, wenn ich die Nasen OP nicht gewagt hätte, dann hätte ich heute noch die Maske.

Die Protusionsschiene hat übrigends noch einen anderen wesentlich wichtigen Vorteil.Laut Hersteller, nach aussage meine Arztes: Bei den meisten Patienten, welche diese mehrere Monate trugen hat sich irgendwann eine Regeneration der Kiefergelenkfunktion ergeben. Das bedeutet das viele ganz auf die Schiene verzichten konnten. Ich kann diese Aussage leider nicht durch Quellenangaben untermauern, aber an meinen eigenen Beobachtungen, an mir selbst, kann ich sagen das die Verschiebbarkeit des Kiefers nun sich normalisiert hat und Kiefernknacksen nebst Muskelschmerzen komplett weg sind. Dies lässt mich hoffen und diese Hoffnung konnte mir die Maske jedenfalls nie vermitteln.

Es gibt leider massig Hersteller von Protusionsschienen, die Vielfältigkeit dieser Schienen ist bemerkenswert und leider gibt es da wohl auch schwarze Schafe darunter, deren Wirksamkeit wohl hinterfragt werden muss. Lässt sich der Kiefer z.B. seitlich verschieben hat bei vielen Betroffenen sich keine positive Wirkung gezeigt! Ich bin der Meinung das die Krankenkassen da mal mehrere System testen und die Spreu vom Weizen trennen sollten. Aber so lange sie sich aus der Verantwortung ziehen und die Schiene nicht bezuschussen/zahlen, solange passiert da auch nichts. Auf Anfrage schieben sie jede Verantwortung von sich und sagen aus, das die Ärzte aktiv werden müssen, so lange von diesen kein positiver Feedback kommt, solange wird sich daran auch nichts ändern. Ich glaube vorher schmelzen die Polkappen ab :roll:

Ich drück Euch jedenfalls allen die Daumen und hoffe das diejenigen, welche sich auch für eine Schiene entscheiden, damit Erfolg haben werden!


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BeitragVerfasst: 5. Mai 2009, 08:00 
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Hallo Schnaufi,

Protrusionsschienen gelten schon länger als best untersuchte und Erfolg versprechendste nicht invasive Methode nach der CPAP-Therapie. Als Goldstandard gegen OSAS werden sie aber m.W. aus folgenden Gründen nicht angesehen: Sie eignen sich bei starkem OSAS wenn überhaupt fast immer nur als Zusatztherapie und können die Maske nur selten völlig ersetzen. Grundvoraussetzung für ihr Funktionieren ist, dass die Obstruktionen vor allem durch eine zurückfallende Zunge oder einen zu kleinen Unterkiefer ausgelöst werden. Das ist aber nicht bei allen Patienten der Fall.

Hier ein aktueller Artikel über Protrusionsschienen im Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/magazin/wiss ... 04,2789235

Der letzte Absatz lautet:

"In einem Positionspapier hat die DGZS allerdings auch festgehalten, für wen die Schiene eher nicht in Frage kommt. „Für ihre sichere Verankerung müssen mindestens acht eigene Zähne in jedem Kiefer vorhanden sein, der Betroffene darf nicht unter schwerer Parodontose leiden, sein Unterkiefer muss sich ausreichend vorschieben lassen und er muss ganz gewissenhaft Zahnpflege betreiben“, sagt der Schöneberger Zahnarzt Frank Bias, der von der DGZS für diese Behandlungsmethode zertifiziert ist. Unter diesen Voraussetzungen kann eine solche Schiene „harmlosen“ Schnarchern, die „nur“ die nächtliche Ruhestörung einstellen möchten, aber auch Patienten mit einer Schlafapnoe helfen. Bias sieht die Schienen nicht als Konkurrenz für die Nasenmasken. Einige seiner Patienten kombinieren Maske und Schiene – und kommen beim CPAP-Gerät auf diese Weise mit einem niedrigeren Druck aus. Oder sie nehmen die Schiene mit auf Reisen, um sich die Mitnahme einer größeren Apparatur zu ersparen – ohne dadurch das Urlaubsvergnügen ihrer Zimmergenossen zu schmälern. "

Bester Gruß,
PS

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Dr. rer nat Peter Spork, Autor
u.a. "Das Schlafbuch", "Das Schnarchbuch"
www.peter-spork.de
www.das-schnarchbuch.de


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BeitragVerfasst: 5. Mai 2009, 14:00 
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Ergänzend zu den guten Beiträgen oben möchte ich gerne meine eigene Erfahrung erwähnen.

Ich habe keine Schlafapnoe, bin aber seit jeher ein extremer Schnarcher.

Erst vor einigen Woche bestellte ich mir ein kostengünstige Schiene (SnoreMender, ca. 70€), um zu testen, ob dieses endlich eine Methode wäre, mein Schnarchen zu reduzieren.

Die ersten 2-3 Nächte waren etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe aber durchgeschlafen. Allerdings musste ich die Schiene leicht nacharbeiten, da sie an einer Stelle das Zahnfleisch reizte. Ich habe da etwas abgeschliffen.

Im Urlaub dann der Härtetest - meine Frau war sehr skeptisch.
Ergebnis: Kein Schnarchen mehr, höchstens gelegentlich ein "leichtes Röcheln".

Ich selbst fühle mich tagsüber deutlich leistungsfähiger, kann länger konzentriert arbeiten. Daher trage ich die Schiene auch zu Hause, trotz getrennter Schlafzimmer, da ich jetzt sicher bin, daß permanentes starkes Schnarchen auch die eigene Schlafqualität erheblich mindert.

Inzwischen habe ich von einem einstellbaren Modell erfahren, daß über Apotheken vertrieben wird (Somnolis ca. 25-30€). Das habe ich mir auch besorgt. Man kann es in 4 Stufen verstellen. Das werde ich die nächsten 14Tage testen.

Facit: Selbst einfache Schienen können für Schnarcher DIE Lösung sein. Apnoiker sollten diesen Therapieweg jedoch nur in ärztlich Begleitung gehen.

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BeitragVerfasst: 5. Mai 2009, 14:38 
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Maskenspezi hat geschrieben:
Inzwischen habe ich von einem einstellbaren Modell erfahren, daß über Apotheken vertrieben wird (Somnolis ca. 25-30€). Das habe ich mir auch besorgt. Man kann es in 4 Stufen verstellen. Das werde ich die nächsten 14Tage testen.


Hallo Maskenspezi,

für mich als Apnoeikerin ist diese Schiene zwar keine Alternatve was die Apnoe betrifft, aaaaaaaber, wenn man an Orten schlafen möchte wo man mit dem Schnarchen sehr unangenehm auffallen würde, z.B. im Zug oder mal ein Nickerchen auf der Terrasse, wäre eine solche Schiene wegen der starken Geräuschentwicklung eine Alternative für mich.

Vorweg mal eine Frage: Bist Du denn ein starker, lauter, ständiger Schnarcher, egal in welcher Schlafposition?

Wenn ja wäre es lieb, wenn Du zu gegebener Zeit von Deiner Erfahrung mit dem Teil aus der Apotheke berichten würdest.

Nordische Grüße
Erna

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BeitragVerfasst: 5. Mai 2009, 17:23 
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KleinErna hat geschrieben:
Vorweg mal eine Frage: Bist Du denn ein starker, lauter, ständiger Schnarcher, egal in welcher Schlafposition?


Ich bin ein starker Schnarcher, in jeder Position, mit geschlossenem Mund. So laut, dass mein Schwiegersohn, durch eine Wand getrennt, nicht schlafen konnte. Auch Kollegen, die in anderen Hotelzimmern schliefen, haben sich schon beschwert.
Besonders heftig ist das Schnarchen, wenn ich nur ein Nickerchen machen möchte, weil ich erschöpft bin.

In 3 Wochen, also nach meinem nächsten Urlaub, werde ich berichten. Sicherheitshalber nehme ich die jetzige Schiene auch mit :-)

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BeitragVerfasst: 5. Mai 2009, 18:40 
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Maskenspezi hat geschrieben:
Ich bin ein starker Schnarcher, in jeder Position, mit geschlossenem Mund. So laut, dass mein Schwiegersohn, durch eine Wand getrennt, nicht schlafen konnte. Auch Kollegen, die in anderen Hotelzimmern schliefen, haben sich schon beschwert.
Besonders heftig ist das Schnarchen, wenn ich nur ein Nickerchen machen möchte, weil ich erschöpft bin.

In 3 Wochen, also nach meinem nächsten Urlaub, werde ich berichten. Sicherheitshalber nehme ich die jetzige Schiene auch mit :-)


Hmmm, das kommt schwer an meine Lautstärke beim schlafen hin. Dann könnte so eine Schiene bei mir ja evtl. auch wirken...

Danke für Deine prompte Antwort! :)

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BeitragVerfasst: 5. Mai 2009, 22:50 
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Hmmmmmm,

so ne Schiene wäre ja auch für meinen Mann interessant,da er relativ viel auf Motorradtreffen fährt und dann mit seinem Zelt auf irgendeinem Acker steht,wo weit und breit kein Strom in der Nähe ist.
Denn mein Mann schnarcht auch in Lautstärken,die jenseits von gut und böse sind.


LG

Danny

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Bin nicht selber betroffen,sondern mein Mann

Wer Rechtschreibfehler findet,darf sie behalten


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BeitragVerfasst: 16. Mai 2009, 19:15 
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Hallo Maskenspezi,

Was du so beschreibst, das kommt auch an meine Schnarchlautstärke heran. Ich schnarche selbst in sitzender Position und bin damit der Schrecken jedes Sauna-Ruheraums. Wenn das wirklich gut funktioniert, wäre das schon eine geeignete Lösung. Bin schon ganz gespannt auf Deinen Bericht nach dem Urlaub.

LG Andrea

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BeitragVerfasst: 18. Mai 2009, 12:17 
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schön das dieses Thema noch jemand interessiert hat.

@P.Spork:



Zitat:
Grundvoraussetzung für ihr Funktionieren ist, dass die Obstruktionen vor allem durch eine zurückfallende Zunge oder einen zu kleinen Unterkiefer ausgelöst werden


Bei der Aussage vermisse ich sehr die Tatsache mit dem verschiebbaren Kiefer. Ist das nun nur ein Ammenmärchen oder ist das einfach nicht bekannt oder nicht erforscht?

Ich habe übrigends keinen zu kleinen Kiefer, bei weitem nicht :)
Noch hat die Schiene, welche ich verwende, eine Möglichkeit die Zunge am Zurückrutschen/-fallen zu hindern.
Die Schiene hat einzigst die Aufgabe den Kiefer nach vorne auf Kopfbiss und seitlich vor einem Wegkippen zu halten.
Ich kann meine Zunge frei bewegen, habe sogar netterweise ein kleinen Kunststoffbällchen zum Spielen für die Zungenspitze, wohl dafür da, das man nicht an den Kanten herumnuckelt :D

Dieser Schienentyp hilft mittlerweile 2 Personen in meinem Umfeld, Maskenfrei zu sein, ob auf Dauer kann ich nicht beurteilen, aber es sieht gut aus.

Die gute Frage lautet natürlich wie sich das im voranschreitendem Alter wieder ändern kann, wie wirken sich z.B. Zahnverlust oder starke Veränderungen des Kiefers auf die Schiene aus? Oder was passiert wenn ich starke Zahnschmerzen habe? Gute Fragen, welche aber erst die Zeit beantworten kann ;)

Naja 8 Zähne das dauert noch ein bisschen bei mir und ich muss mit meinen bald 38 Lenzen sagen das mir die Schiene derzeit eher zusagt als eine Maske, aber das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.
Mir geht es jedenfalls sehr gut, bin sportlich aktiver und kann nun endlich wieder Soduko bis Stufe 6 machen ohne überall die Zahlen am Kästchenrand zu notieren. Was heissen will, das mein Gehirn auch wieder runder läuft, womit ich ab der Diagnose und der Maske wirklich extremste Probleme hatte, von der hohen Vergesslichkeitsrate mal ganz abgesehn. Was so Sauerstoff- und Schlafmangel alles verursachen kann, hätte ich mir zuvor nie vorstellen können und hätte es mir jemand anderes erzählt, hätte ich mir nur gedacht armer Hypohonda! :twisted:


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BeitragVerfasst: 18. Mai 2009, 22:06 
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Hallo Schnaufi...

ein bisschen enttäuscht mich Dein Posting? Du fragst Dich warum? Ich verrate es Dir.

Aus Deinem letzten Beitrag geht leider nicht wirklich hervor, ob denn nun die günstigere Apotheken-Variante der Schiene genauso effektiv ist wie die teuere.

Magst dich darüber noch auslassen??? *liebguck*

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BeitragVerfasst: 20. Mai 2009, 08:01 
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Hallo KleinErna,
die Antwort ist ganz einfach, die Profischiene wird Dir von einem sachkundigen Zahntechniker angefertigt und zuvor per Gipsabdruck Deines Gebisses genau vom Zahnarzt, -Orthopäde, -Chirurg(wer es auch immer machen darf!) vermessen.

Die Apothekerschiene ist ein weicher Kunststoff, welchen Du im Wasserbad erhitzt und dann auf Dein Gebiss legst und irgendwie anpressen musst. Vom richtigem Halt mal abgesehn, hast Du keine Kontrolle ob Dein Biss noch stimmt oder sich die Kiefergelenke negativ verändern. Die Muskeln werden bei falscher Justierung sicher auch gereizt. Ich bin bei weitem kein Fachmann, aber bin mir sicher das man bei falschem Gerät mehr kaputt machen kann, als das es auf lange Sicht hilft.

Die Kosten der Schiene sind leider deshalb so hoch, weil der Zahnmediziener so stark die Hand aufhält, die eigentliche Arbeit kommt vom Zahntechniker. Der bekommt etwa 300 Euro für seine Arbeit, der Zahni schlägt nochmal 4-500 drauf, je nach Ausführung der Schiene.
Aber dafür hat man dann eine genau auf das eigene Gebiss eingestellte Schiene, wo der Kiefer in guter Lage bleibt und eventuell über Jahre verspannte Muskulatur sich wieder entspannen kann.

Die Apothekenschiene oder jene aus dem Internet für unter 100 Euro macht einen krank, das möchte ich mal in den Raum stellen.

Es wäre schade wenn jemand so eine Schiene anwendet, dann eventuell später eine Apnoe bekommt und wegen der angewendeten Schiene sich keine Protusionsschiene anfertigen lassen will, aus Angst es würde alles nur noch schlimmer werden.

Bei mir war es übrigends keine TAP Schiene, ich kann leider momentan nicht sagen welcher Hersteller es ist oder ob dieser Hersteller zum Erfolg führen kann.
Marken gibt es auch da leider wie Sand am Meer und so mancher wurde wohl auch schon mal schlecht beraten. Wichtig ist das die Schiene seitliche Haltung hat, das der Kiefer bei offener Kieferstellung nicht wegkippen kann.

Mich wurmt es immer noch sehr das die Krankenkasse es nicht bezuschusst oder mir Hinweise darauf geben konnte wo ich eine Schiene finde welche auch fundiert bewiesenermaßen hilft. Man muss sich eigentlich nicht wundern das es Patienten gibt, welche die Protusionsschiene als erfolglos einstufen.
Ich schau jedenfalls nochmal zu hause nach welcher Typ das bei mir ist!


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BeitragVerfasst: 20. Mai 2009, 17:29 
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Hallo Schnaufi,

mir geht es auch nicht um eine Dauerhafte Therapie mit der Schine sondern so ein Teil nur hin und wieder zu benutzen wo ich mit meinem Schnarchen stark auffallen würde, z.B. im Zug oder so. Ansonsten will ich auf meinen Rüssel nicht mehr verzichten.

Darum, weil ich dieses Teil wohl nur selten benutzen würde möchte ich auch keine hunderte von Euros dafür ausgeben.

Darum habe ich gefragt, ob denn diese Apothekenvariante davon effektiv gegen die lautstärke beim schlafen ist.

Greetings
Erna

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BeitragVerfasst: 8. Jun 2009, 19:09 
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Nach meinem Urlaub kann ich nun berichten, dass ich keinen großen Unterschied zwischen der 70€-Variante und dem knapp 30€-Apothekenteil feststellen kann. Der Vorteil des billigeren Teils ist die Möglichkeit, den Kiefervorschub einstellen zu können.

Obwohl ich alleine schlafe, nutze ich jede Nacht die Schiene, da ich mich erholter und leistungsfähiger fühle.

Ich spüre die Schiene selbst nicht mehr und schlafe die ganze Nacht durch. Nach dem Herausnehmen allerdings ist mein Kiefer etwas verspannt und das Kiefergelenk ist den ganzen Tag etwas "verschoben". Trotzdem überwiegen für mich die Vorteile.

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Alles Gute!
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