Schnarchen und Schlafapnoe

Diagnose, Therapie und Behandlung

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Aktuelle Zeit: 18. Mai 2012, 18:16

Foren-Übersicht » Behandlungsbaustein: Operation » Schnarch-OP

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 13:56 
Offline
noch neu hier

Registriert: 17. Jun 2011, 08:58
Beiträge: 3
Hallo Zusammen,

ich möchte im Folgenden von meinen sehr positiven Erfahrungen mit der Schnarch-OP berichten.

Zur Vorgeschichte: Ich, männlich, 33 Jahre, leide seit meinem20. Lebensjahr an starkem Bluthochdruck. Dass ich schnarche ist seit meinen Kindertagen bekannt.

Anfang des Jahres beschwerte sich meine neue Freundin erheblich über meine Schacherei und drohte mir bereits an, in unserem künftigen gemeinsamen Haus auf getrennte Schlafzimmer zu bestehen. Gleichzeitig äußerte Sie recht besorgt, dass ich teilweise lange Zeit nicht Atmen würde.

Aufgeschreckt durch beide Aussagen, konsultierte ich meine Hausärztin, die mich direkt an einen HNO-Arzt überwies. Dort wurde mir ein mobiles Gerät zur Schlafüberwachung mit gegeben. Wie erwartet zeigte sich ein schlechtes Ergebnis mit 45 Atemaussetzern pro Stunde, wobei die längste Atempause 1.08 Minuten andauerte.

Zur Bestätigung dieses schlechten Ergebnisses, kam ich in das Schlaflabor der HNO-Klinik des Universitätsklinikums in Mannheim.
Dort wurde zu meinem Entsetzen ein noch erheblich schlechterer Wert gemessen. Ich hatte 65 Atemaussetzer pro Stunde und eine Sauerstoffsättigung von lediglich 87 %. Insgesamt wurden in dieser Nacht 1007 Schnarch Ereignisse gemessen (meine arme Freundin…).
Prof. Hörmann, Leiter des Schlaflabors klärte mich über die Folgerisiken wie Schlaganfall und Herzinfarkt auf. Hier bestünde besonders während der frühen Morgenstunden erhöhte Gefahr. Passend dazu wurde bei mir bezüglich des Bluthochdrucks ohne Medikation zu den besagten Uhrzeiten bereits Werte von 222 zu 130 gemessen. Es bestand also dringend Handlungsbedarf.

Die Lösung bestand aus der CPAP-Therapie mittels eines RESMED S9 Geräts und einer Swift FX-Maske. Damit kam ich auf nur 7 Atemaussetzer pro Stunde.
Anfreunden konnte ich mich damit jedoch überhaupt nicht. Das durch das Gerät verursachte Rauschen, der Schlauch, der sich ständig um meinen Hals wickelte sowie geräuschvolle seitliche Luftentweichen bereiteten mir große Probleme. Dazu kam die psychische Belastung mit 33 Jahren von einem solchen Gerät abhängig zu sein. Beruflich reise ich jede Woche recht viel und fand es unangenehm, mit diesem Gerät ins Flugzeug zu steigen (Ich brauchte für einige Reiseziele eine extra Zollbestätigung) bzw. im Hotelzimmer zuerst nach einer geeigneten Steckdose am Bett zu suchen. Ganz abgesehen von dem ständigen Gefühl behindert zu sein.
Ebenfalls hatte ich zu Beginn erhebliche Scheu, die Nacht mit meiner Freundin zu verbringen. Zu meiner Freude reagierte sie jedoch recht gelassen auf das Beatmungsmonster.

Als Alternative schlug man mir in der HNO-Klinik vor, das ganze operativ zu beheben. Ich stimmte zu und am 22. August war es dann soweit. Der operative Eingriff umfasste folgende Punkte:

• Begradigung der Nasenscheidewand
• Entfernung der Polypen
• Nasenmuschelkappung
• Entfernung der Mandeln
• Kappung und Umnähen des Gaumensegels
• Straffung des Weichgaumens
• Schrumpfung des Zungengrunds

Alles in allem also ein Riesenprogram…

Die darauffolgenden Wochen waren die Hölle. Unerträgliche Schmerzen, Schluckbeschwerden, etc. Ich konnte mich drei Wochen lang fast ausschließlich von Joghurt und Kamillentee ernähren. Insgesamt nahm ich 7 Kilo ab. Die Schmerzen klangen nach etwa drei Wochen langsam ab. Lediglich die sich im Rachenraum nur sehr langsam auflösenden Fäden bereiteten mir noch Schwierigkeiten.

Gestern hatte ich dann ca. 7 Wochen nach der OP den alles entscheidenden Kontrollbesuch im Schlaflabor. Heute Morgen dann die Gewissheit. Die OP war ein voller Erfolg. Gemessen wurden 12 Atemaussetzer pro Stunde (3 bis 10 hat angeblich fast jeder Mensch), eine Sauerstoffsättigung von 94 % und nur 68 Schnarch Ereignisse pro Nacht. Dieser Wert ermöglicht es mir, künftig ohne CPAP-Gerät zu schlafen.

Inzwischen habe ich bereits wieder zwei Kilo zugenommen und bin nun bei meinem ärztlich verordneten Idealgewicht von 75 Kilo bei einer Körpergröße von 1,82 m. Dies gilt es jetzt zu halten.

Abschließend kann ich sagen, dass sich die OP und die damit verbundenen Quälereien komplett gelohnt haben. Ich würde es wieder so machen.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 15:17 
Offline
Schreibt gern und viel hier

Registriert: 29. Jun 2011, 11:02
Beiträge: 53
Prima, dass Du auch um die Maske herum gekommen bist.

Mir steht zum Glück keine so weit reichende OP bevor, wie Du sie hattest. Dafür genügt mir eine Weste, mit der die Rückenlage verhindert wird. Funktioniert prima. Nächste Woche wird noch einmal ambulant nachgemessen.

Im November ist die Nasenscheidewand dran. Mal sehen, was dann so gegen den nächtlichen "Lärm" gemacht werden kann und muss. Gegen die gruselige "Stille" reichte zum Glück das einfache Hilfsmittel der Weste. :)

Ich finde es jedenfalls sehr schön, dass Du hier von der erfolgreichen OP berichtet hast. Ansonsten ist hier ja fast ausschließlich von "Kollegen" mit Maske zu lesen.

_________________
Wer sich dem Geld unterordnet, den wird es schließlich erdrücken


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 15:28 
Offline
noch neu hier

Registriert: 17. Jun 2011, 08:58
Beiträge: 3
Hallo,

die OP an der Nasenscheidewand sollte eigentlich keine großen Komplikationen mit sich bringen. Bei mir war lediglich das Detamponieren sehr unangenehm. Es verursacht zwar keine Schmerzen, jedoch ist das Gefühl, wenn die Tamponade entfernt wird nicht schön und es blutet (zumindest bei mir) recht heftig.

Ich habe lediglich an der Nasenspitze noch ein leichtes Taubheitsgefühl, das bessert sich aber täglich.

Drücke dir die Dauemn, dass alles gut verläuft.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 13. Okt 2011, 20:27 
Offline
Erfahrenes Foren-Urgestein
Benutzeravatar

Registriert: 17. Mai 2007, 14:07
Beiträge: 447
Wohnort: westl. Ruhrpott
Ich habe in meiner langen Schlafapnoe-Zeit schon viele Patienten im SL getroffen, die auch solche Op`s hinter sich hatten.

Schnarchsack78, ich wünsche dir das es bei dir anders ist, aber alle die ich getroffen habe kommen nach ca. 1nem Jahr wieder ins SL und bekommen eine CPAP-Gerät.


Melde dich doch einfach nochmal nächstes Jahr hier wieder.


LG Roland

_________________
Noch 150 Tage
Jahrgang `52
Schlafapnoe seit : 1997
S8/ II
Druck 5-10
Kein: LB
Maske : Mirage FX


--------------------------------


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 14. Okt 2011, 10:00 
Offline
noch neu hier

Registriert: 17. Jun 2011, 08:58
Beiträge: 3
Na, du machst mir ja richtig Mut...
Vielen Dank auch.


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 27. Nov 2011, 17:49 
Offline
noch neu hier

Registriert: 27. Nov 2011, 17:04
Beiträge: 4
Hallo,

nachdem ich mich durch die diversen Beiträge bezüglich Schnarch-OPs durchgelesen habe, die teils ermutigend, teils absolut das Gegenteil sind, möchte ich doch noch eine Frage hier stellen:
hat jemand Erfahrung mit der HNO-Abteilung von Prof. Verse an der Asklepios-Klinik Hamburg Harburg?

Bin vor zwei Tagen von einer Endoskopie nach Schlaflabor zurückgekommen. Mir wurde Hilfe durch eine OP in Aussicht gestellt. Gaumensegel, Zäpfen und Zungengrund sollen operiert werden. Alternativ bestände die Möglichkeit einer Kieferspange zum Vordrücken des Unterkiefers.

Mein HNO-Arzt hatte mir die Klinik als zurzeit beste deutschlandweit empfohlen.

Mir wurde in Harburg gesagt, dass bei ihnen die Erfolgsquote bei 70% liegen würde, was ich ganz annehmbar finde, hoffe ich doch, nicht zu den 30% zu gehören, bei denen alles umsonst war.

Der Zungengrund soll, da zu dick, abgetragen werden. Zudem soll wohl der Zungenmuskel fixiert werden mit Hilfe eines kleinen Halsschnittes.

Für mich hört sich das natürlich alles gruselig an, ich habe Angst davor, meine aber, nicht mehr so weitermachen zu können nach 11 Jahren c-pap-Therapie. Die Nebenwirkungen sind bei mir inzwischen so massiv, dass ich "weichgekocht" bin.

Ich würde mich freuen, wenn es hier jemanden gäbe, der schon in Harburg war und hoffentlich positive Erfahrungen gemacht hat.

Danke erst einmal und einen schönen Advents-Abend!

Suse


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 27. Nov 2011, 21:14 
Offline
eifriger Forennutzer
Benutzeravatar

Registriert: 5. Dez 2007, 19:29
Beiträge: 41
Wohnort: siehe oben....
Suse hat geschrieben:
Mir wurde Hilfe durch eine OP in Aussicht gestellt. Gaumensegel, Zäpfen und Zungengrund sollen operiert werden. Alternativ bestände die Möglichkeit einer Kieferspange zum Vordrücken des Unterkiefers.

Hallo Suse,
In jedem Fall sollte eine OP nur dann ins Auge gefaßt werden, wenn alle anderen Therapieformen bereits erfolglos durchprobiert wurden und eine präzise Abwägung von möglichen Vor- und Nachteilen erfolgt ist. Sollte trotzdem alles für eine OP sprechen, muss man sich in jedem Fall vorab über die verschiedensten Quellen (Internet,Ärzte, Patienten) über die verschiedenen OP-Formen informieren und versuchen, sich mittels Referenzen einen sehr guten und somit einen erfahrenen Operateur zu bekommen.Um eventuelle irreversible Nachwirkungen und Folgeschäden zu vermeiden, würde ich vor der Entscheidung zur Operation auf jeden Fall die sogenannte Unterkiefer-Protrusionsschiene Therapie ausprobieren.

_________________
autoCPAP Gerät - SOMNObalance Fa. Weinmann
Druck 5-12 softPAP Modus/Maske:Mirage Quattro
Besuche bereiten immer Freude-wenn nicht beim Kommen-dann um so mehr beim Gehen
Bei Skype unter Spätburgunder zu erreichen


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 28. Nov 2011, 11:20 
Offline
noch neu hier

Registriert: 27. Nov 2011, 17:04
Beiträge: 4
Vielen herzlichen Dank für die kompetenten und freundlichen Zuschriften!
Als ich meinen Beitrag schrieb, war ich so mürbe, dass ich es nicht geschafft habe, genauer auf meine Nebenwirkungen einzugehen.
Ganz kurz dazu:
auch ich kenne das: sich abends sozusagen in die Maske "einkuscheln" und einschlafen mit der Gewissheit, dass der nächste Tag prima wird...
Aber das ist lange her.
Mein sehr lieber und kompetenter Schlafmediziner meinte, das gäbe es einfach, dass ein Körper lange mit einem von der Natur nicht vorgesehenen "Eingriff" wie einer Maskenbeatmung zurecht käme und dann irgendwann sich dagegen wehren würde auf unterschiedliche Weise.
Meine Nebenwirkungen: chronische, unerträgliche Kopfschmerzen, Nervenschmerzen im Gesicht, Herzprobleme, da ich den eigentlich benötigten Druck mit dem Herzen nicht mehr vertrage und mein Gerät deshalb niedriger eingestellt wurde, als nötig, um wenigstens teilweise eine Entlastung zu haben, Schwierigkeiten beim Ausatmen gegen den Luftstrom an durch Atemmuskelschwäche (ich bin körperlich behindert und habe einfach nicht die Möglichkeit, mich so zu trainieren, wie es meine Muskeln eigentlich brauchen), durch die Behinderung bedingte dauerhafte Rückenlage.
Vor Jahren konnte ich noch besser laufen und das war auch die Zeit, in der ich mit der Maske ganz gut zurecht kam.
Verschiedenste Maskentypen und "Schnarchapparate" wurden ausprobiert, - damit wurde es nur noch schlimmer mit der Intoleranz.
Das sind alles keine subjektiven Befindlichkeiten, sondern wurden so von Technikern und Ärzten bestätigt als Ursachen meiner Nebenwirkungen.
Also bin ich entschlossen, den OP-Schritt/-Schnitt zu machen und hoffe, dass es hinterher nicht schlechter, sondern besser wird.
Ich wollte hier nur fragen, ob jemand mit der Klinik Harburg Erfahrungen hat, aber das scheint wohl nicht der Fall zu sein.
Danke aber sehr, sehr, für die lieben Zuschriften!!!
Suse


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 29. Nov 2011, 18:02 
Offline
noch neu hier

Registriert: 27. Nov 2011, 17:04
Beiträge: 4
Hallo, hier bin ich noch einmal...
Vielen lieben Dank für die Zuschriften, die mich den ganzen Tag gestern beschäftigt haben mit dem Ergebnis, dass ich von "wild entschlossen" zu "abwägend überlegend" gewechselt habe!
Bezüglich der diversen, auch neuesten Geräte: wurde alles ausprobiert von meinem "Provider", sprich der Firma, von der ich Geräte und Zubehör geliefert bekam/bekomme.
Auch im Schlaflabor wurden unterschiedlichste Sachen probiert, alles mit einer deutlichen Verschlechterung.
Über das erwähnte Atemsyndrom habe ich nachgelesen und gedacht: ja, das bin ich, ganz genau. Wenn ich nun zu meinem Doc gehe und sage: jetzt weiss ich, was ich habe, nämlich das und das, dann ist seine Reaktion vorprogrammiert.
Ich würde eigentlich am liebsten erst einmal die Spange probieren, aber die kann ich mir im Moment nicht leisten und meine Kasse hält sich da raus.
Ich werde mit meinem HNO-Doc, den ich seit langem kenne und schätze, noch einmal alles durchsprechen, was er mir beim letzten Mal schon angeboten hatte und dann abwägen. Wichtig ist einfach, dass mein Hals endlich nachhaltig auf "Durchzug" gestellt wird, so geht es nicht weiter.
Auf jeden Fall danke ich Euch für neue Informationen und Denkanstöße und wünsche Euch, dass Ihr weiter möglichst gut mit der Maskentherapie zurecht kommt.
Liebe Grüße und einen schönen Abend und danke noch einmal!
Suse


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 20. Dez 2011, 22:13 
Offline
eifriger Forennutzer
Benutzeravatar

Registriert: 5. Dez 2007, 19:29
Beiträge: 41
Wohnort: siehe oben....
Suse hat geschrieben:
Mir wurde Hilfe durch eine OP in Aussicht gestellt. Gaumensegel, Zäpfen und Zungengrund sollen operiert werden. Alternativ bestände die Möglichkeit einer Kieferspange zum Vordrücken des Unterkiefers.
Suse

Hallo Suse,
zu diesem Thema gab es heute einen interressanten Bericht im NDR - Visite.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/v ... en100.html
http://www.ndr.de/info/audio97153.htm

_________________
autoCPAP Gerät - SOMNObalance Fa. Weinmann
Druck 5-12 softPAP Modus/Maske:Mirage Quattro
Besuche bereiten immer Freude-wenn nicht beim Kommen-dann um so mehr beim Gehen
Bei Skype unter Spätburgunder zu erreichen


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2012, 15:56 
Offline
noch neu hier

Registriert: 27. Nov 2011, 17:04
Beiträge: 4
Hallo, guten Tag,

nachdem seit meinem letzten Eintrag und Euren hilfreichen und netten Antworten vier Monate vergangen sind, möchte ich mich noch einmal hier melden.
Mit einer gewissen Zeitverzögerung habe ich die alternativ vorgeschlagene Protussionsschiene oder wie das heisst, ausprobiert, ohne jeden Erfolg, - in Verbindung mit Maske ging es gar nicht, - entweder "leckte" die Maske oder die wachte auf mit offenem Mund, - ohne Maske waren die Auswirkungen genau so schlimm, - totale Benebelung, Herzschwäche, Bluthochdruck, - so die bekannten Auswirkungen.
Am Freitag vergangener Woche war ich nun in der Asklepios-Klinik Harburg in der HNO-Abteilung von Prof. Verse zur Vorbesprechung für die OP.
Einzelheiten über das Drumherum lass ich mal weg.
Mein HNO-Arzt, der mich auch eingewiesen hatte und der Meinung ist, dass Prof. Verse DIE Topadresse in Deutschland ist, hatte mir vorher gesagt, dass er die OP niemals bei sich selbst machen lassen würde, es sei eine große "Viecherei" und die Nebenwirkungen könnten beträchtlich sein. Er schlug vor, in der Klinik um eine Abtragung des Zungengrundes und die Straffung des Gaumensegels zu bitten, - das würde mir sicher schon Erleichterung bringen.
Anfang des Jahres musste ich wegen einer Ohrentzündung zu einem HNO-Arzt in meiner Nähe, der riet mir entsetzt von der OP ab, als ich ihn bei dieser Gelegenheit nach seiner Meinung fragte.
Als ich zur Kontrolle noch einmal in der Praxis war, wurde ich von einem Kollegen untersucht, den fragte ich auch noch einmal nach seiner Meinung zu der Op (Hyolidsuspension), - der meinte entsetzt, das würde er keinem Patienten raten, er sei erst vor kurzem bei einer Infoveranstaltung von Prof. Verse gewesen, - ganz schrecklich, das würde er auch bei sich nie machen lassen.
In Harburg habe ich Freitag dem Arzt von dem Vorschlag meines HNO-Arztes erzählt. Das wurde abschmettert, - endweder wie vorgeschlagen oder gar nicht.
(Zu dicker Zungengrund). Auf meine Frage hin klärte er mich über mögliche Nebenwirkungen auf, - da war ich erschlagen:
Häufig: Zurückbleiben eines Fremdkörpergefühls am Kehlkopf
Ebenso können Schmerzen als Dauerzustand bestehen bleiben,
es kann zu allgemeinen Schluckbeschwerden kommen, zu Stimmveränderungen und es kann auch sein, dass die OP nicht wirklich etwas bringt.
"Also, Sie müssen wissen, was Sie wollen..."
Ein paar Tage Klausur und ich bin entschlossen, es trotzdem machen zu lassen, - die Maske geht einfach nicht mehr nach 12 Jahren Therapie, allen möglichen erfolglosen Versuchen, die Beatmung zu verbessern, - immer das Gleiche: gegen Abend habe ich mich einigermaßen von der Nacht erholt, am nächsten Morgen kaputt, k.o., es wird immer schlimmer. Mein Herz schafft den für mich nötigen Druck von 8 mb nicht. Dazu jeden Morgen die schlimmsten Kopfschmerzen, die mich oft den ganzen Tag nicht verlassen.
Ich schreibe das hier nur mal so, - der Druck ist halt ziemlich groß, aber ich bringe es hinter mich und werde dann berichten, wie es mir ergangen ist.
Ein Freund meiner Tochter hat sich vor zweieinhalb Monaten privat von Prof. Verse operieren lassen (ohne Hyolidsuspension, bei ihm war das wohl nicht nötig), und ist komplett geheilt, - nicht wiederzuerkennen vor Aktivität und Lebensfreude nach einem endlos langen Leidensweg. (Er hatte hier im Schlaflabor in Rückenlage 54 Apnoen pro Stunde. "Sportlich" fand das Prof. Verse...)
Liebe Grüße an alle Schnorchler und allen nur gute Nächte!
Suse


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Positive Erfahrung mit der Schnarch-OP
BeitragVerfasst: 15. Mai 2012, 18:59 
Offline
eifriger Forennutzer

Registriert: 7. Apr 2012, 10:11
Beiträge: 40
Hallo Suse,

das Ganze hört sich nicht so erbaulich an. Ich wünsche Dir viel Glück mit und bei der OP.

Wäre schön, wenn Du Dich wieder meldest und erzählst, wie das alles so ablief und ob sich der gewünschte Erfolg einstellte.

_________________
Am Gerät hängend seit 7.6.2011
Resmed S9 Autoset
H5i Befeuchter, ClimateLine-Schlauch
APAP 5-12
Resmed Mirage Liberty (FF)
AHI: vorher = 125; seit Therapie < 1

Nebentherapie:
Didgeridoo-Spieler seit 21.4.2012


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 

Foren-Übersicht » Behandlungsbaustein: Operation » Schnarch-OP

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie dürfen keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de

Sponsorhinweis

»Goethe tat es, Sokrates auch. Mindestens 20 % der Deutschen terrorisieren ihre Bettpartner mit nächtlichen Schnarchkonzerten und erreichen dabei mitunter den Geräuschpegel einer Kettensäge.«
NDR Fernsehen, Redaktion Medizin