Hallo Luna,
Luna929 hat geschrieben:
Ich habe sehr viel Zeit damit verbracht, mich zu informieren und viel Material zusammengetragen! Dabei habe ich mich (+ Eures Zuspruchs) schon ein ganzes Stück "runtergefahren".
Das ist super, damit hilfst Du vermutlich Deinem Mann am meisten. Denn auch wenn man nach außen hin eine andere Meinung äußert – innerlich aber eine andere hat -, dann spürt das Gegenüber das. Wenn Du damit besser umgehen kannst, dann kann es vielleicht irgendwann auch Dein Mann.
Luna929 hat geschrieben:
Was mir jetzt bleibt: Meinen Mann, der absolut blockiert (Interesse für seine Erkrankung, Therapie, Auto etc,) langsam an die Situation heran zu führen.
Die Frage ist, ob Du das kannst. Meiner Meinung nach kann man nur sich selbst ändern, niemand anderen.
Bei mir war es vor ca. 2 Monaten so, dass ich mit der Maske konfrontiert wurde – aus heiterem Himmel. Ich war wegen etwas komplett anderem im Krankenhaus. Dann zwei Nächte im Schlaflabor und mir wurde ein Gerät präsentiert …Ich sollte dann auch gleich eine Vollmaske tragen. Das ging aber so was von gar nicht! Also bekam ich eine Olivenmaske. Immerhin etwas, aber nicht wirklich gut.
Ich habe dann erst mal zu allem ja und amen gesagt – man ist ja kooperativ …., aber wirklich wollen? Nö, wollte ich nicht. Zwei Tage später hatte ich das Gerät und durfte es mit nach Hause nehmen. Die ersten zwei Tage habe ich es probiert, dann habe ich es frustriert auf die Seite gestellt. Das funktionierte ja gar nicht.
Da mir im KH schon gesagt wurde, dass nicht alle mit einer Maske klarkommen würden, hatte ich für schnell beschlossen, dass ich zu diesem Personenkreis gehörte und gut war. Und hätte das Teil vermutlich zurückgegeben – wie Dein Mann – wenn nicht etwas passiert wäre.
Ich musste aufgrund einer Blutvergiftung und einigem mehr drei Tage später ins KH. Alles sehr heftig – hatte auch erstmal gar nix mit der Maske zu tun -, aber ich hatte einige Wochen Zeit (genauer gesagt 5), um mir über einiges Gedanken zu machen.
Vorher hatten mir auch viele mir wohlmeinende Verwandte, Freunde die Vorzüge der Maske begreiflich machen wollen. Da kam nichts bei mir an.
Luna929 hat geschrieben:
Er geht erst Ende Oktober ins SL zur Polygraphie & Maskenanpassung. Im Erstgespräch hat er dort gesagt, daß er keine "Maske" will. Ich hoffe, daß die Ärzte ihn im SL gut informieren und auch nachdrücklich auf die nötigen Therapien hinweisen.
Wenn die Ärzte dort – meiner Meinung nach – wirklich gut sind, nehmen sie ihn, seine Ängste und Bedenken ernst. Und sagen nicht einfach, dass er dieses Teil nun für immer tragen muss.Basta!
Bei mir ist z.B. aufgrund meiner Werte eine Fullface-Maske indiziert. Das geht für mich immer noch nicht. Meine Ärzte sagten damals zum Glück, o.k. wenn das nicht geht, dann eine Olivenmaske. Ist zwar nicht perfekt, aber besser als gar nichts.
Und auch die konnte ich nicht lange tragen. 1-2 Stunden die ersten Nächte war das Maximum. Dann war sie weg.
Dann kam ein Schrieb von meinem Versorger: Wie lang, wie oft ich die Maske aufhatte, mit beigelegten Formularen. So nach dem Motte, wenn ich sie nicht lang genug trage, dann muss ich sie wieder abgeben.
Da fand ich die blöden Formulare, die die Anbieter einem aufgrund der Kassenbestimmungen zuschicke müssen auch kontraproduktiv (wenn man angeben muss, wie viele Stunden man die Maske laut Gerät aufhatte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes!). An so ein Teil muss man sich erst mal gewöhnen! Und auch mal die Möglichkeit haben nein zu sagen! Pause zu machen. Dann einen neuen Anlauf nehmen zu können.
Das war bei mir der "Vorteil" meines KH-Aufenthaltes. Das hat sogar die Kasse eingesehen.
Und jtzt sind es immerhin schon 4-6 Stunden die ich es in der Nacht aushalte - auch wenn es immer noch nicht auf dem Bauch geht ...
Und – wenn ich es auch nicht gern zugebe – ich merke tatsächlich eine Verbesserung, auch wenn z.b. meine Konzentrationsfähigkeit auch ohne Maske nicht eingeschränkt war – nicht nur meinem Empfinden nach, auch aufgrund der Tests nach dem Schlaflabor!
Ich merke, dass ich das Teil immer mehr akzeptiere. Aber ich kann mir z.B. noch immer nicht vorstellen mit dem Teil total unbefangen gegenüber mir nahen Personen umgehen zu können. Kann ich auch noch nicht. Ist einfach so. Aber dann soll und muss man mir bitte auch die Zeit dazu geben.
Ich hoffe, Dir hilft mein Erfahrungsbericht ein bisschen weiter, was in Deinem Mann eventuell vorgeht.
Verstand hat mit dem Aufziehen der Schlafmaske, glaube ich, wenig damit zu tun. Das ist eine emotionale Sache, die man einfach nicht logisch wegdiskutieren kann. Und bei dem einen dauert es länger, bei dem anderen geht es schneller.
@all
Das wäre übrigens auch meine allgemeine Bitte an das Forum hier: Ich bin in einigen Foren bezüglich Gesundheit unterwegs. Und es hilft einfach nicht – auch wenn es sachlich sicherlich richtig ist -, dass hier einem von Anfang an eingetrichtert wird: die Maske muss sein und alles andere ist falsch. Dass man, egal wie schlecht es einem damit geht, dies halt akzeptieren muss. Damit hilft man niemanden weiter.
Das war einer der Gründe, warum ich zu Beginn hier nichts geschrieben habe, sondern nur gelesen habe. Erst gefragt hatte, nachdem ich mich mit der Maske halbwegs auseinandergesetzt hatte. Aber genau dieses Stadium – zwischen Entsetzen / Unglauben, dass man so ein Teil braucht und der Akzeptanz desselben – ist die Essentielle. Da braucht man Hilfe. Welche Maske oder welches Gerät die oder das Richtige ist, ist IMO erstmal zweitrangig.
Und wenn man diese Fragen ignoeriert oder abtut, tut man keinem Betroffenen etwas Gutes, sondern verliert eher vielleicht potientielle Mitglieder für diese Forum.
In diesem Sinne viele Grüße,
Karina