simsa71 hat geschrieben:
Hallo J
Nun ist aber die Frage wie genau kann man ambulant Druck anpassen, wie gut sind die ambulanten Geräte im Vergleich mit denen aus dem Schlaflabor?
Kann sich der Patient darauf verlassen, dass Ambulant genau genug eingestellt wird, oder heißt es dann, wir machen mal 1 mbar hoch/runter und dann passt das schon?
Gruß
Astrid
Hallo,
wie "perfekt" muss denn eine Therapieeinstellung sein? Lt. DGSM ist eine Reduktion der Atmungsstörung um 75% ausreichend. Selbst wenn der AHI in der letzten Nacht der Therapieeinleitung bei 0 liegt - ein, zwei abendliche Biere können schon reichen, dass 2-3 mbar fehlen, eine veränderte Schlafposition kann bewirken, dass der Druck zu hoch ist. Gerade aus diesem Grund präferiere ich ganz eindeutig die ambulante Kontrolle zu Hause auf der eigenen Matratze und nach einem normalen Tagesablauf.
Übrigens wird inzwischen in vielen Ländern auf aufwendige Schlaflaboruntersuchungen weitgehend verzichtet. Das gilt für die Therapieeinleitung und für Kontrolluntersuchungen (s. Prof. Dr. Fietze, geschäftsführender Vorstand der DGSM in "ComfortNews" 03/2010). In der Schweiz gibt es schon seit 2000 verbindliche Richtlinien diesbezüglich; in den Foren der dortigen Selbsthilfegruppen sind deshalb keine Probleme beschrieben.
Aber Ausgangspunkt war ja die Frage von Hartmut, ob er vielleicht jetzt, nachdem er 20 kg abgenommen hat (Glückwunsch!), gar kein CPAP mehr braucht. Wenn seine Frau sagt, dass er nur noch ganz wenig schnarcht, dann hat er offensichtlich schon zu Hause ohne Gerät geschlafen. Er wird also auch wissen, wie er sich am nächsten Tag gefühlt hat. Wenn er ausgeschlafen ist und (ohne CPAP) in der Polygrafie keine oder nur noch wenige Atmungsstörungen detektiert werden ohne stärkere Sauerstoffentsättigungen und auch sonst kein besonderes Herzkreislaufrisiko besteht, sehe ich keinen Grund, die CPAP-Therapie fortzusetzen. Bei der gleichen Konstellation wäre ja auch keine begonnen worden.
Gruß
J