Mit Schlafapnoe (Apnoe kommt aus dem Griechischen = Windstille) bezeichnet der Mediziner den vorübergehenden totalen Ausfall der Atmung während des Schlafs. Obwohl die Lunge weiter arbeitet, kann die Atmungsluft wegen des Kollaps des Schlundes nicht mehr ausgetauscht werden. Dies erscheint wie eine Atempause.
Definition der Schlafapnoe:
Dem Schlafapnoiker bleibt mindestens 10 Mal während einer Schlafstunde für 10 Sekunden oder länger die Luft weg.
Solche Erstickungsanfälle können bis zu 600 Mal pro Nacht auftreten.
Medizinisch unterscheiden wir drei Arten von Apnoe:
- Obstruktive Apnoe (OSAS): Das ist die häufigste Form von Schlafapnoe. Im Schlaf verschließt sich der Rachen durch eine übermäßige Erschlaffung der Schlund- und Mundbodenmuskulatur (Kollaps). Somit gelangt keine frische und sauerstoffreiche Luft in die Lunge, der Patient droht zu ersticken.
- Zentrale Apnoe: Dies ist eine seltenere Form von Apnoe. Hierbei "vergisst" das Gehirn, während des Schlafens die Atmung aufrechtzuerhalten. Die Apnoephasen werden durch ein reflexartiges Aufschrecken, in der Fachsprache "Arousal" genannt, beendet.
- Gemischte Apnoe: Die Kombination von obstruktiven und zentralen Apnoe-Formen.
Welche Symptome deuten auf Schlaf-Apnoe hin?
Hauptsymptom für eine Schlaf-Apnoe sind Atempausen, die im Extremfall bis zu zwei Minuten dauern können, gefolgt von explosionsartigem Schnarchen. Der Erkrankte bekommt davon jedoch meistens selbst nichts mit – es sei denn, die Weckreaktion des Gehirnes ist stark genug, dass er vollständig erwacht. Oft kommt es nachts zu Herzrasen, Beklemmungsgefühlen und Erstickungsangst.
Häufig sind es die Partner, die einen an Schlaf-Apnoe Erkrankten zum Arzt schicken, weil sie fürchten, er könnte in der Nacht ersticken. Meistens wachen die Partner durch das heftige Schnarchen auf und können nicht gleich wieder einschlafen.
Die Partner der von Schlaf-Apnoe Betroffenen haben oft Angst, der Schläfer könne die Atmung ganz einstellen. Deshalb wecken sie den Schläfer meistens auf, wenn er lange Zeit nicht atmet. Im Extremfall wagt es der Partner im Anschluss daran nicht mehr, in den Schlaf zu fallen, um einer Katastrophe vorzubeugen. So wird auch der Partner um seinen Schlaf gebracht.





