Schnarchen und Schlafapnoe

Diagnose, Therapie und Behandlung

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Schnarchen bei Kindern

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Untersuchungen in Schlafstörungszentren haben eindeutig belegt, dass auch bei Kindern Schnarchen zu OSA (obstruktive Schlaf-Apnoe) führen kann. Von 1994 bis 1999 wurden in der MEDICA Fachkliniken die Krankheitsgeschichten von über 600 Kindern im Alter von 3 bis 7 Jahren, die wegen Schnarchens die Klinik ausgesucht hatten, ausgewertet.

Die Eltern beschrieben ihre Kinder als unruhige Schläfer, die tagsüber sehr unleidlich sind. Die betroffenen Kinder büßten häufig einen Teil ihrer intellektuellen Fähigkeiten ein. Sie konnten sich schlecht konzentrieren, waren unaufmerksam und wurden dafür teilweise noch bestraft, weil man ihr Verhalten irrtümlicherweise als Gleichgültigkeit und Desinteresse interpretierte. Ältere Kinder klagten am Morgen manchmal über Kopfschmerzen. Dabei neigen schnarchende Kinder nicht zu Über-, sondern vielmehr zu Untergewicht und einer unterdurchschnittlichen Größe. Da Schnarchen immer noch eher als schlechte Gewohnheit gesehen wird denn als medizinisches Problem, wird viel zu selten ein geeigneter Facharzt um Rat gefragt.

So sind beispielsweise Untergewicht, Mattigkeit und Lernschwierigkeiten in der Schule bei vielen Kindern die Folge von Sauerstoffmangel während des Schlafes. Hauptursache für Schnarchen bei Kindern ist die Blockade der oberen Atemwege durch Polypen und vergrößerte Mandeln.

Oftmals sind auch sehr große Mandeln im Spiel, die sich gegenseitig berühren. Während des Schlafes rutschen die großen Mandeln nach hinten und verursachen die Atembehinderung, begleitet von lautem Schnarchen. Eine Mandelverkleinerung mit dem Laser und die Entfernung der Polypen schafft schnelle Abhilfe und lässt die Kleinen wieder lautlos durchschlafen.

 

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»Goethe tat es, Sokrates auch. Mindestens 20 % der Deutschen terrorisieren ihre Bettpartner mit nächtlichen Schnarchkonzerten und erreichen dabei mitunter den Geräuschpegel einer Kettensäge.«
NDR Fernsehen, Redaktion Medizin