In allen Fällen, in denen die bisher beschriebenen Methoden nicht ausreichend wirksam sind und eine zuverlässige Behandlung wegen der Schwere der Erkrankung notwendig ist, wird eine Behandlung mit einem Gerät durchgeführt, das mithilfe einer Turbine über eine Nasenmaske gefilterte Raumluft mit leichtem Überdruck in die oberen Atemwege bläst. Dadurch wird der Rachenraum zuverlässig offen gehalten.
Der medizinische Ausdruck hierfür lautet nasaler kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck oder englisch nasal continuous positive airway pressure = nCPAP. Diese Behandlung muss auf jeden Fall in einem Schlaflabor eingeleitet werden. In meist mehreren Nächten wird der Überdruck stufenweise so weit gesteigert, bis die Apnoen und die damit zusammenhängenden Störungen der Herztätigkeit, des Sauerstoffgehaltes und der Schlafqualität verschwunden sind.
Diese Therapie heilt den Erkrankten nicht von seiner Schlafapnoe und muss deswegen auf Dauer angewandt werden. Sie ist zunächst gewöhnungsbedürftig und kann Trockenheit der Schleimhäute hervorrufen. In diesen Fällen kann die Atemluft erwärmt und angefeuchtet werden.
Es existieren Geräte, die Atempausen erkennen und den Druck automatisch regeln (APAP). Bei diversen Varianten wird der Druck während der Ausatmung leicht abgesenkt, um die Behandlung angenehmer zu machen.
Der große Vorteil dieser Methode ist ihre prompte und sichere Wirkung. Die stark erhöhten Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden wieder reduziert. Als „erwünschte Nebenwirkung“ wird das Schnarchen vollständig verhindert.
In der Regel bemerkt der Patient nach wenigen Tagen bis Wochen eine deutliche Besserung seiner Beschwerden, insbesondere der Tagesmüdigkeit und Leistungsminderung. Deshalb wird diese relativ aufwendige Behandlungsform normalerweise gut angenommen. Wichtig ist dabei eine intensive Betreuung durch das Schlaflabor.
nBiLevel-Atmungsunterstützung, Beatmung
In bestimmten Fällen ist eine Variante der Methode erforderlich, bei der während der Ausatmung der Überdruck reduziert wird (nBiLevel).
Bei nicht obstruktiver Apnoe ist meist eine Beatmung erforderlich. Während bei nCPAP der Patient normal atmet und selbst seinen Atemrhythmus bestimmt, wird bei den verschiedenen Beatmungsmethoden die Eigenatmung teilweise oder völlig ausgeschaltet. Nach einer meist mehrere Tage dauernden Eingewöhnungsphase übernimmt das Gerät nachts die Atemarbeit. Beabsichtigt wird damit eine nächtliche Ruhephase für die von der anstrengenden Atemarbeit völlig überlasteten Atemmuskeln. Dadurch können sie tagsüber wieder ausreichend ihre Arbeit verrichten.
Diese Beatmungsformen sind unter anderem bei zentraler Apnoe, Muskelerkrankungen und Skelettverformungen erforderlich.
Sauerstoff
Eine Anreicherung der Atemluft mit Sauerstoff hat für sich allein meist keinen Effekt. Bei bestimmten Erkrankungen kann dies aber zusätzlich zur nCPAP- oder Beatmungsbehandlung notwendig sein.





