Schläft der Mensch, erschlafft seine Kiefermuskulatur. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Durch die Erschlaffung der Kiefermuskulatur fällt der Unterkiefer nach unten und nach hinten und zieht die Zunge mit. Die Folge ist eine physiologische Blockade im Zungengrundbereich.
Kiefermuskeln können nicht trainiert werden. Darum hilft hier eine speziell anzufertigende Zahnschiene. Mit dieser sogenannten Protrusionsschiene wird der Unterkiefer im Schlaf arretiert, es ist der Zunge nicht mehr möglich, nach hinten zu fallen und so die Atemwege zu blockieren.
Nach herkömmlicher Methode werden die Protrusionsschienen im wachen Zustand angepasst, was mit den Gegebenheiten im Mund-Rachen-Raum während des Schlafes nicht vergleichbar ist. Zu empfehlen ist daher eine Anpassung während einer Sleep Nose Endoscopy (SNE) innerhalb einer künstlich herbeigeführten Schlafphase. So kann exakt festgestellt werden, wie weit die Zunge in den Rachenraum ragt und wie groß die Blockade ist. Nach den Daten der SNE wird dann die Protrusionsschiene exakt angefertigt. Damit wird der Unterkiefer in eine für die Betroffenen optimale nächtliche Lage gebracht.





